NRW startete mit KMU in die digitale Verantwortung

NRW startete mit KMU in die digitale Verantwortung

Über 130 Interessierte nahmen am CSR.digital Online-Frühstück am 2. Juli zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit als Erfolgskriterien teil. Das zeigt, auf welch große Resonanz das Thema stösst! Eine Kurzumfrage zu Anfang ergab: Für 80 % der TeilnehmerInnen ist digitale Verantwortung eine Nutzung der Digitalisierung für Nachhaltigkeit. Gefolgt von Datensicherheit und Qualiifzierung von Mitarbeitenden für jeweils 65% der TeilnehmerInnen. Eine so enge Verknüpfung von digitaler Verantwortung mit Nachhaltigkeit hätte ich nicht erwartet. Andererseits war dies sicherlich auch die Antwort, die am umfassendsten unterschiedliche Aspekte einer digitalen Verantwortung berührte.

Im Folgenden fasse ich die Veranstaltung mit dem Fokus auf meine Position und Präsentation zusammen. Begrüßt wurden die TeilnehmerInnen durch eine Videobotschaft von Professor Andreas Pinkwart, Wirtschafts- und Digitalminister des Landes NRW. Er wies auf die positiven wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Effekte der Digitalisierung hin, aber auch auf ihre Nebenwirkungen. Es gehe auch darum, diese im Blick zu behalten. Aufgrund des technischen Fortschritt sei dies eine „Daueraufgabe“. (Sobald das Video online ist, werde ich es hier verlinken.)

Einen tieferen Einstieg in das Thema gaben Wolfgang Trefzger von der IHK NRW sowie Professor Barbara Weißenberger von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Beide Institutionen sind Partner des CSCP in diesem Projekt. Dabei wurde betont, dass es bei Digitalisierung zwar zum einen um das Geschäftsmodell und die Produktangebote gehe, aber zum anderen auch um die Art und Weise des Wirtschaftens. Für Unternehmen sei eine veranwortungsvolle Wirtschaftsweise ein wesentliche Voraussetzung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Es gehe um eine strategische Ausrichtung des Unternehmens vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Zukunftsentwurfs.

Im Anschluss gab es eine von Patrick Bottermann, CSCP, moderierte Diskussion mit den Experten Dr. Myriam Jahn, CEO Q-loud und Expertin für Internet of Things, Roland M. Schüren, Inhaber von „Ihr Bäcker Schüren“, Stephan Grabmaier, Experte für New Work, Innovation und Nachhaltigkeit und meiner Wenigkeit als Expertin für Digital Responsibility.

Meine Position in aller Kürze:

  • Das Konzept der „Corporate Digital Responsibility“ (CDR) bildet einen Handlungsrahmen für Unternehmen, den Anforderungen von Digitalisierung für Nachhaltigkeit systematisch zu begegnen.
  • Es handelt sich um freiwillige Aktivitäten zum Wohle von Mensch, Gemeinschaft und unserem Planeten – aber auch mit dem Ziel eines Mehrwert für Unternehmen, einem positiven Business Case für digitale Nachhaltigkeit.
  • Corporate Digital Responsibility fragt einerseits nach neuen Chancen und andererseits nach den Wirkungen der Digitalisierung in den vier Handlungsfeldern der CSR: Gemeinwohl, Mitarbeitende, Markt & Kunden, Umwelt & Klima.
  • Mit den dargestellten Leitfragen können sich KMU einer Digitalisierung mit Verantwortung annehmen.
  • Durch die Dilemmata und Zielkonflikte zwischen wirtschaftlichem, gesellschaftlichem und umweltschonendem Handeln entsteht Innovationspotenzial, dass auf einen europäischen Weg der Digitalisierung einzahlt..
  • Mehr und mehr Unternehmen erkennen das und integrieren Corporate Digital Responsibility in ihr unternehmerisches Handeln.

Dazu hatte ich einige Praxisbeispiele mitgebracht (siehe Slideshare Präsentation).

Durch die sehr unterschiedlichen Hintegründe und Perspektiven der vier Panelisten wurde das Thema sehr breit diskutiert. Es war mir eine große Freude, dass ich dabei sein durfte und ich hoffe, dass mehr KMU Interesse an diesem Thema gewinnen. Dazu wird in den nächsten Jahren auch das Kompetenzzentrum csr.digital beitragen. Auf die weiteren Angebote von CSR.digital darf man gespannt sein!

Digitaltag 2020 #Wir sind dabei „Corporate Digital Responsibility in der Praxis“

Digitaltag 2020 #Wir sind dabei „Corporate Digital Responsibility in der Praxis“

Praktisch umsetzbar werden Digitalisierung und Nachhaltigkeit für Unternehmen durch die „Corporate Digital Responsibility“. Zum Digitaltag 2020 biete ich dazu einen kostenfreies Webinar für KMU und Unternehmer an, die sich in diesem Thema weiterentwickeln wollen. Jetzt anmelden – die Plätze sind begrenzt!

Wenn Bits auf Bäume treffen: Corporate Digital Responsibility in der Praxis

am 19.06.2020 von 10 bis 11 Uhr via Zoom.

In einer Digitalisierung mit Verantwortung für Mensch, Gemeinwohl und Umwelt bzw. Klima liegt enormes Potenzial für Unternehmen. Im Webinar geht es um Handlungsfelder und Ansatzpunkte in der Praxis zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Digitalisierung für KMU.
Wir beginnen mit einem Impuls von meiner Seite und gehen dann über zu Fragen und zum Austausch bestehender Erfahrungen in der Praxis.

Was Sie aus dem Webinar mitnehmen:

  • Sie erfahren, welches Potenzial für Unternehmen in einer digitalen Transformation mit Verantwortung liegt.
  • Sie lernen die Ziele und ausgewählte unternehmerische Handlungsfelder der Corporate Digital Responsibility kennen.
  • Sie lernen Leitfragen kennen, wie Sie Corporate Digital Responsibility im Unternehmen bestimmen können.
  • Sie erfahren von Unternehmensbeispielen.
  • Sie bekommen Tipps für einen Kickstart in Ihrem Unternehmen.

Das Webinar auf der Seite des Digitaltags 2020 hier https://digitaltag.eu/aktion/bits-baeume-treffen-corporate-digital-responsibility-praxis

Direkt zur Anmeldung bei Eventbrite bitte hier entlang.

Lohnt sich Corporate Digital Responsibility?

Lohnt sich Corporate Digital Responsibility?

Mehr und mehr Unternehmen verbinden Digitalisierung mit nachhaltigem Wirtschaften und digitaler Ethik zur Corporate Digital Responsibility. Sie tragen mit digitaler Verantwortung dazu bei, digitale Gesellschaft positiv zu gestalten. Aber lohnt sich CDR eigentlich für ein Unternehmen?

Für die „Mutter“ der CDR, die Corporate Responsibility, ist dies gut belegt. Ja, gesellschaftliches Engagement kann den Unternehmenserfolg steigern. Ihre Vertrauenswürdigkeit als Geschäftspartner, als langfristiges Investment, als Arbeitgeber wächst. Sie sind robuster gegenüber Veränderungen von außen. Das sind insbesondere im digitalen Wandel beachtliche Vorteile.

Dieser Erfolg für das Unternehmen ist jeodch  abhängig von der Art und Weise, wie Corporate Digital Responsibility im Unternehmen verfolgt wird. Denn es gibt mehrere „Arten“ von CDR.

  • Das ökonomische und rechtliche Engagement („passiv“)
  • Das „Social Sponsoring“  („gesellschaftlich“)
  • Als Teil der Wertschöpfung („strategisch“)
  • Das Unternehmen als proaktiver politischer Gestalter („transformativ“)

Die Leistung der CDR nimmt mit jeder Stufe zu – abhängig von der Intensität des Engagements oder besser von dem Investment. Und gleichzeitig steigt das Erfolgspotenzial, je mehr sich ein Unternehmen für CDR engagiert. Vereinfacht gesagt: Je mehr an Zeit und Ressourcen investiert wird, umso enger ist das Engagement mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens verbunden und umso mehr wirkt sich dies auf die Glaubwürdigkeit und den Erfolg des Unternehmens. Es entsteht ein positiver Business Case für Unternehmen und Gesellschaft. Aber: Wenn mehr und mehr investiert wird, führt dies nicht mehr zu mehr Leistung oder Erfolg. Der Business Case erreicht sein Optimum.

Der Unternehmer bzw. die Geschäftsführung entscheidet, wie stark sich ein Unternehmen für CDR engagiert und welche Art von CDR am besten zum Unternehmen passt. Die konkreten Erfolgspotenziale für Unternehmen sind bezogen auf die oben angegeben Arten der CDR:

  • Risikobeherrschung durch Einhaltung von Gesetzen und ökonomisch nachhaltigem Wirtschaften
  • Förderung der Reputation bzw. Marke durch Geld-, Sachmittel für gesellschaftliche Akteure
  • Ein positiver Wertbeitrag, z.B. Kundenvertrauen, Mitarbeitermotivation, Kapitalzugang, Nachhaltigkeitsinnovation
  • Mit-Gestaltung  des Unternehmensumfelds, z.B. branchenweite Selbstverpflichtungen

Bei diesen Erfolgspotenzialen handelt es sich um Wettbewerbsvorteile, die Unternehmen dabei unterstützen können, eine einzigartige Position im Markt zu erreichen bzw. zu erhalten. Das zeigt: CDR ist ein unternehmerisches Konzept, das von der Geschäftsführung in das Unternehmen hineingetragen wird. Es integriert die Belange unterschiedlicher Abteilungen und Funktionen und geht weit über IT-, den CR-oder Umweltbereich hinaus.

Weiterführende Quellen:

Dörr, Saskia (2020) Praxisleitfaden Corporate Digital Responsibility. Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeitsmanagement im Digitalzeitalter. Springer Gabler, Berlin. S. 48 ff. und S. 194ff. Bestellbar als eBook oder Softcover im Springer Nature Shop.

„Wir gründen die MADIBA ACADEMY“

„Wir gründen die MADIBA ACADEMY“

„Wir gründen die MADIBA ACADEMY. Dabei wollen wir Berater, Trainer und andere Wissensvermittler mit Medienschaffenden und Digitalisierungsexperten, Kreativen und Investoren zu einer Solidargemeinschaft unter einem Dach vereinen: der MADIBA ACADEMY.“ Ich bin mit WiseWay Mit-Gründerin und Genossin der Madiba Academy, denn ich halte die Zeit reif für ein Social Business für global-digitales Lernen in der Entwicklungszusammenarbeit. Wer auch noch mit an Bord kommen möchte, kann aktuell noch die Gründung auf Startnext unterstützen!

Die Madiba Academy stellt sich drängenden Fragen der Zeit: Wie gestalten wir remote work in der internationalen Zusammenarbeit von morgen? Wie transferieren wir digitales Wissen dorthin, wo es am meisten gebraucht wird? Wie können wir Entwicklungshilfe virtuell „vor Ort“ leisten? Wie können wir weltweit ausbilden und gleichzeitig aufhören, der Umwelt zu schaden?

„Nachhaltige Arbeit in Krisen- und Entwicklungsländern, fachlich methodischen Beratungen, Trainings, Schulungen und unabhängige Evaluierungen werden wir digital begleiten und überall dort in den virtuellen Raum verlagern, wo dies von und mit unseren Kunden und Partnerorganisationen möglich ist. Mit unseren Vorkenntnissen und bereits bestehenden nationalen, wie internationalen geschäftlichen Beziehungen in der Entwicklungszusammenarbeit können wir effektiv agieren und unsere Referenzen in den Dienst der gemeinschaftlichen Genossenschaft stellen.“ Dr. Kristian Kampfer

Weitere Informationen unter https://www.startnext.com/madiba-academy.

„Unternehmen müssen Vertrauen in die digitale Transformation schaffen“ Interview auf springerprofessional.de

„Unternehmen müssen Vertrauen in die digitale Transformation schaffen“ Interview auf springerprofessional.de

„Von Corporate Responsibility zu Corporate Digital Responsibility muss die Reise gehen, sagt Saskia Dörr. Im Gespräch erläutert sie, wie Unternehmen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung für mehr Erfolg unter einen Hut bringen. “ So beginnt der Interviewbeitrag mit mir, der am 13.05.2020 auf springerprofessional.de erschienen ist. Ich freue mich sehr darüber. Herzlicher Dank an Springer Professional sowie Andrea Amerland für diese Möglichkeit den Praxisleitfaden Corporate Digital Responsibility vorstellen zu dürfen!

Im Interview fragte mich Andrea Amerland zuerst welche unerwünschten Nebenwirkungen der Digitalisierung für Unternehmen besonders schwer wiegen. Dann sprachen wir über die Veränderung der Unternehmensverantwortung durch die digitale Transformation. Ich erläuterte, wie Unternehmen vorgehen können, um den aktuellen Status Quo zu bestimmen. Abschließend ging es um die Frage, wie Unternehmen Digitalisierung und Nachhaltigkeit dabei unter einen Hut bringen können.

Das gesamte Interview ist hier nachzulesen https://www.springerprofessional.de/transformation/corporate-social-responsibility/unternehmen-muessen-vertrauen-in-die-transformation-schaffen/17890420.

Ergebnisse Kurzumfrage „Wie wirkt die Coronakrise auf die digitale Verantwortung von Unternehmen?“

Ergebnisse Kurzumfrage „Wie wirkt die Coronakrise auf die digitale Verantwortung von Unternehmen?“

Ja, die Digitalisierung hat die Coronakrise positiv beeinflusst und verändert die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. „Coronathemen“ sind vielfach mit Digitalisierung verbunden und auch allesamt Nachhaltigkeitsthemen. Dennoch ist unklar, ob die Corporate Responsibility dadurch gestärkt wird (oder z.B. aufgrund von Sparmaßnahmen unter Druck gerät). Die Themen der Digital Responsibility geraten jedenfalls auch auf den Radar.

Das ist meine Zusammenfassung einer Kurzumfrage, die vom 25. bis zum 30. April 2020 mit Mentimeter.com durchgeführt und in Nachhaltigkeitsexperten-Communities öffentlich sowie unter den Alumni des Center for Sustainability Management verteilt wurden. 53 Personen beteiligten sich, beantworteten jedoch nicht alle Fragen.

Die Ergebnisse finden sich im Detail auf den Charts anbei.

Folgende aktuelle Themen der Coronakrise standen zur Auswahl:

  • Virtuelles Arbeiten/Home Office
  • Tracking und Tracing durch Gesundheits-Apps
  • Bedingungsloses Grundeinkommen
  • Nachbarschaftshilfe und lokale Solidarität
  • Aufwertung von Sozialberufen
  • Saubere Luft/Umwelt
  • Geringere CO2-Emissionen
  • Rückverlagerung von Produktion
  • Digitalisierung der Schule/Bildung insg.
  • Mündiger/kompetenter Umgang mit digitalen Medien
  • Durch digitale/soziale Medien in Kontakt bleiben
  • Konsumveränderung
  • Mentale Gesundheit bei “Social Distancing”
  • Pandemie zeigt globale Vernetztheit
  • Gesundheit und Wohlbefinden jedes Einzelnen zählt
  • Medienkonsum und Mediensucht

Die Auswahl der Themen erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ergaben sich in einem Brainstorming aus den Themen, die mir für den Kontext von Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit als relevant erschienen.

Ich freue mich über Kommentare oder Ideen zur Weiterführung! Ich versende die Ergebnisse bei Interesse auch gerne als PDF. Dazu einfach eine Mail an saskia.doerr@wiseway.de.

GIZ techDetector: Technologie-Scouting für Nachhaltige Entwicklung

GIZ techDetector: Technologie-Scouting für Nachhaltige Entwicklung

An der 49. Socialbar Bonn nahm ich – wie alle anderen – aufgrund der Corona-Pandemie erstmals von zu Hause aus virtuell mittels der Videokonferenz und via Facebook teil. Es gab dennoch die obligatorische Hashtag-Runde und Breakout-Sessions sorgten für die Interaktion der Teilnehmer. Was nicht alles geht in diesen Zeiten! Später stellte Elke Matthaei den techDetector der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) vor. Das Tool hat mich sofort begeistert und ich habe es mir dann genauer angeschaut.

Digitale Technologien und Innovation spielen eine zentrale Rolle, um die Sustainable Development Goals zu erreichen. Auf diese Themen bin ich in meinem Blog schon häufiger eingegangen und auch im „Praxisleitfaden“ habe ich dies vertieft. Dabei stellt sich auch die Frage für verantwortungsvoll handelnde Unternehmen, inwieweit eine entwickelte oder eingesetzte Technologie Potenzial hat, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.

Mit dem GIZ techDetector soll der Entwicklungsstand und die Nachhaltigkeitswirkung einer Technologie bewertet und mit einem Blick erfassbar sein. Er soll zur Erreichung der SDG beitragen. Bisher wurden bisher 245 emerging technologies identifiziert.

Beispiele sind

  • Deep Fake Detection Tool
  • Emergency Citizen Responder
  • Adversial machine Learning
  • 3D Printing
  • Mobility-as-a-Service (MaaS)
  • Delivery Drone
  • Upcycled Co2 Concrete
  • Citizen-drive Platform
  • GovCoud

Diese werden nach entwicklungspolitischen Handlungfeldern geclustert: Economy & Employment; Climate Change, Environment, Natural Resources Management; Social Development; Rural Development & Agriculture; State & Democracy; Sustainable Infrastructure: Water, Energy & Transportation; Security, Reconstruction and Peace.

Die Basis für die Bewertung ist das Technology Readiness Level, der NASA-Standard für den Reifegrad von Technologien, welcher zwischen verschiedenen Stadien unterscheidet. Die Nachhaltigkeitswirkung jeder einzelnen Technologie wird über eine offene crowd-sourced Survey ermittelt und auf einer Skala von -2 bis +2 bewertet. Jeder Interessierte kann an diesem Survey teilnehmen. Das Tool wurde im Oktober 2019 gelauncht und ist frei unter https://viz.envisioning.io/giz/ zugänglich. Es soll die Entwicklungs-Community und Tech-Industrie miteinander verbinden.

Mir war bei der Nutzung unklar, aus welchen Gründen Technologien in den GIZ techDetector aufgenommen werden (oder eben nicht). Die Methodik der Bewertung des Nachhaltigkeits-Impact ist leider nicht nachvollziehbar. Dadurch ist es nicht möglich, selbst Interpretationen anzustellen oder auch nur nachzuvollziehen, wieso es zu dieser Bewertung kam. Hier kann sicherlich noch mehr Nutzerunterstützung erfolgen, indem konkrete Interpretationsbeispiele einzelner Technologien beigefügt werden oder Experten ihre Einschätzung dazu mitliefern. Wichtig wäre die Publikation der Bewertungsmethodik zur Entwicklung des Nachhaltigkeits-Impact.

Aus meiner Sicht bietet der GIZ techDetector auch relevante Einsichten für nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen in der digitalen Transformation. Die Prüfung von im Unternehmen eingesetzten Technologien mit dem GIZ techDetector und der Abgleich mit der Bewertung aus der Nachhaltigen Entwicklung könnte neue Einsatzszenarien eröffnen, den Beitrag zu einzelnen SDG verdeutlichen und damit die Digital Responsibility Agenda unterstützen.

Gitta Sender, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), 06. April 2020

Voilà, der „Praxisleitfaden Corporate Digital Responsibility“!

Voilà, der „Praxisleitfaden Corporate Digital Responsibility“!

„Wenn ich gewusst hätte, was es für ’ne Mühe macht, ’n Buch zu schreiben, hätte ich’s gar nicht erst angefangen“, sagte Mark Twain. Vielleicht sind wir glücklich, nicht alle Mühen vorher zu kennen und uns auf das Abenteuer einzulassen. Dieses Abenteuer ist in diesen Tagen für mich zu Ende gegangen.

Ich bin sehr froh und stolz, dass der „Praxisleitfaden Corporate Digital Responsibility“ nun nicht nur fix und fertig geschrieben, lektoriert, korrigiert, überarbeitet, hergestellt und gedruckt ist, sondern vor wenigen Tagen im Springer Gabler Verlag publiziert wurde und verfügbar ist.

Voilà!

Dörr, Saskia (2020) Praxisleitfaden Corporate Digital Responsibility. Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeitsmanagement im Digitalzeitalter. Springer Gabler, Berlin. 

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit HIER.

Der Praxisleitfaden bietet einen strukturierten und praxisorientierten Einstieg in Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeitsmanagement im Digitalzeitalter. Mein Ziel war es, Unternehmern und Managern, die Befassung mit digitaler Verantwortung zu erleichtern.

Genauso wichtig war und ist es mir, eine Diskussion zum Umfang und zur Wirkung von CDR anzuregen: Corporate Digital Responsibility ist mehr als Ethik der Künstlichen Intelligenz, die  Verantwortung für die Beschäftigten bei der digitalen Transformation oder die Vermeidung von CO2-Emissionen. Insgesamt 15 Handlungsfelder für digitale Verantwortung, wie z. B. der Persönlichkeitsschutz im Netz, die Förderung der digitalen Vielfalt, die Belebung des „Ehrbaren Kaufmanns“, die Datenermächtigung von Nutzern, das menschliche Design von Apps oder die Umsetzung von „Zero Waste“ mittels Digitaltechnologie, habe ich im Praxisleitfaden beschrieben. Diese vielfältigen Handlungsfelder der digitalen Unternehmensverantwortung in Bezug zum Unternehmenskern zu stellen, setzt Geschäftspotenziale frei. Erst in Zukunft kann sich zeigen, welche davon Maß für eine „gute CDR“ sein werden.

Der Praxisleitfaden ermöglicht Unternehmern und Management, Digitalisierung mit digitalen Technologien und Plattform-Geschäftsmodellen verantwortlich einzusetzen und im Wettbewerb „die Nase vorn“ zu haben.  Nachhaltigkeit, Corporate Responsibility und Digitalisierung werden verbunden und strategisch als Wettbewerbsvorteil  genutzt. Konkrete Handlungsansätze, Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispiele geben die Möglichkeit Corporate Digital Responsibility praktisch umzusetzen.

Sehr dankbar bin ich allen, die mich auf unterschiedliche Weise bei diesem Werk unterstützt oder sogar mitgewirkt haben! Daher möchte ich die Danksagung aus dem Buch an dieser Stelle wiederholen.

„Ich danke dem Team des Springer Gabler-Verlags, insbesondere Christiane Sheppard und Janina Tschech, für die Unterstützung der Buchidee und bei der Publikation. Herzlichen Dank an Michael Meinhard von BOSSE UND MEINHARD, der das Buch mit der wunderbaren Gestaltung der Grafiken in höchstem Maße bereichert hat. Ohne die intensiven Diskussionen zu Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft mit Damian Paderta im „WerteLabor“ seit Sommer 2017 wäre das Buch nicht entstanden: Danke, Damian, für Inspiration und Begleitung in das Neuland.

Mein ganz besonderer Dank gilt Professor Dr. Holger Petersen, Professur für Nachhaltigkeitsmanagement an der NORDAKADEMIE Elmshorn, für seine Bereitschaft eines „wissenschaftlichen Schulterblicks“. Er hat das Buch vor dem Hintergrund seiner großen Expertise vorab gelesen und mir äußerst wertvolle Hinweise zu Ergänzung und Verbesserung gegeben. Für diese unschätzbare Unterstützung möchte ich mich ganz nachdrücklich bedanken! Herzlichen Dank gilt auch Professor Dr. Peter Seele, Lehrstuhl Corporate Social Responsibility and Business Ethics an der Università della Svizzera italiana Lugano für das positive Feedback zum Buch. Dass das Werk den Augen dieser Experten Stand gehalten hat, ist dabei für mich persönlich von besonderer Bedeutung. Vielen Dank an Sie beide für die wunderbare Ergänzung des Buchs durch Ihre Vorwörter, die zum Thema hin führen und das Buch in seine Kontexte einbetten.

Ich empfinde es als besondere Ehre, dass der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Ulrich Kelber das Buch mit einem Grußwort einleitet. Es zeigt die Bedeutung des Themas auch in der politischen Debatte und ich danke vielmals für die damit erwiesene Anerkennung.

Mein herzlicher Dank gilt den Unternehmensvertreterinnen und –vertretern Ivona Crnoja, Dr. Teresa Haller-Mangold, Aleksandra Hilarski, Sindy Leffler-Krebs, Manuela Mackert, Thomas Mickeleit, Roman Reifschneider, Isabel Richter, Markus Steinhauser, Sebastian Sooth, Andreas Tegge und Michael Vollmann, die sich meist spontan auf Anfrage bereit erklärten Praxisbeispiele beizutragen und meine Fragen zu beantworten. Auch diese Offenheit ist ein Teil gelebter Unternehmensverantwortung.

Die Grundlage für dieses Buch bilden meine Werte und Überzeugungen. Für die Klarheit, in der sie ausgeprägt sind, danke ich meinen Eltern; für den alltäglichen Ansporn, sie umzusetzen, meinem Lebenspartner. Danke, Michael, für Dein uneingeschränktes Vertrauen und die liebevolle Unterstützung dabei, „dran zu bleiben“! Von unzähligen Menschen, Freunden, Kollegen, Unternehmern, Professoren und Experten durfte ich im Laufe der letzten Jahrzehnte zu Naturwissenschaften, Technologie, Management und Nachhaltigkeit lernen – von manchen persönlich, von anderen im digitalen Austausch. Sie haben mich mit ihrer Expertise, ihrer Haltung und ihren Meinungen beeindruckt und inspiriert. Dafür bin ich dankbar.

Die Idee zu einem Buch – jenseits einer konkreten inhaltlicher Ausrichtung – „erschien“ im Sommer 2016 auf der Tromm. Herzlichen Dank an Carlo Schmitt und den Teilnehmern des Seminars für die wegweisende Anregung.“

Und ich freue mich auf nächste Abenteuer, deren Mühen ich heute nicht einschätzen kann.

Corporate Digital Responsibility: Die Handlungsfelder auf einen Blick

Corporate Digital Responsibility: Die Handlungsfelder auf einen Blick

Die digitale Welt stellt uns vor völlig neue Herausforderungen. Auch in Bezug auf unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeitsmanagement. Was können Unternehmer, Entscheider und Führungspersönlichkeiten tun, um unternehmerisch verantwortlich im Digitalzeitalter zu handeln?

Auf diesen Fragekomplex entwickele ich inzwischen seit einiger Zeit Antworten aus dem 15 Handlungsfelder der Corporate Digital ResponsibilityNachhaltigkeitsmanagement heraus. Das nun zu Ende gehende Jahr 2019 war davon geprägt, sie systematisch aufzuschreiben. Herausgekommen sind unter anderem „15 Handlungsfelder der Corporate Digital Responsibility“ (siehe Abbildung links).

Sie sollen Orientierung in diesem noch jungen Managementgebiet bieten. Sie zeigt die Vielfalt und Breite der Themen, aber doch auch ihre Handhabbarkeit. Unternehmen können sie für die systematische Überprüfung der eigenen Haltungen und Aktivitäten sowie die Entwicklung einer „CDR-Agenda“ nutzen.

Es war mir eine Ehre, dass im CSR-Magazin 01/2019 „Digitales verantworten. Corporate Digital Responsibility“ auf Seite 49 abgedruckt wurden. Das gesamte, sehr lesenswerte Heft gibt es HIER zu CSR Magazin 01/2019 "Digitales verantworten"beziehen.

Dort gab es dann auch einen (ersten!) Hinweis auf mein Buch, in dem die 15 Handlungsfelder der CDR hergeleitet und detaillierter erläutert werden. Besten Dank an Achim Halfmann! Danke an Michael Meinhard von BOSSE + MEINHARD für die tolle Grafik!

Und so schaue ich voller Freude und Stolz dem nahenden Jahr 2020 entgegen, in dem „mein“ „Praxisleitfaden Corporate Digital Responsibility. Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeitsmanagement im Digitalzeitalter“ bei Springer Gabler im Frühjahr erscheint.

Vorbestellungen sind bereits HIER möglich. ;-)

Ich danke allen Abonnentinnen und Abonnenten des WiseWay-Newsletters für ihr Interesse an diesem Themengebiet, das immer mehr in das Zentrum der Digitalisierungsdebatte rückt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch einen guten Rutsch in eine erfolgreiches neues Jahr voller Inspiration und Herzensprojekten!

„Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denken“ | Beitrag im Magazin Verantwortung

„Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denken“ | Beitrag im Magazin Verantwortung

Seit kurzem habe ich etwas mit dem Kabarettisten Vince Ebert, der Microsoft-Deutschland-Chefin Sabine Bendiek, dem MdB Konstantin von Notz, der Vorsitzenden des Rats für nachhaltige Entwicklung Marlehn Thieme und Friday-for-Future-Aktivistin Greta Thunberg gemeinsam: wir alle haben einen Beitrag im Magazin „Verantwortung“ mit dem Titel „Digitalisierung – den Wandel gestalten“ (Ausgabe 2/2019) des F.A.Z. Instituts.

Ohne Frage: Das ehrt mich ungemein!

Das schön gestaltete und hochwertige Magazin mit anregenden Beiträgen lässt sich hier bestellen.

Den Text meines Artikels „Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denken – Vorhandene CSR-Instrumente und neue Handlungsfelder verbinden sich zur Corporate Digital Responsibility“ veröffentliche ich zum Nachlesen an dieser Stelle.

__________________

Digitalisierung und Nachhaltigkeit verfolgen unterschiedliche Utopien: Für die „vierte industriellen Revolution“ bestehen hohe Erwartungen an positive wirtschaftliche Effekte – bis hin zu wahlweise Allmachts- oder Weltuntergangsszenarien. Nachhaltigkeit dahingegen gilt als „moralischer und ökonomischer Imperativ des 21. Jahrhunderts“ und wird von Institutionen wie den United Nations, Kirchen oder den G20 und zivilgesellschaftlichen Bewegungen wie #FridayForFuture unterstützt. Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeinsam ist ihre transformative Wirkung auf die Art und Weise wie wir leben.

„Winde des Wandels, die aus zwei verschiedenen Richtungen wehen, konvergieren zu einem perfekten transformativen Sturm in der globalen Wirtschaft.“  formulieren David Kiron und Gregory Unruh in ihrem Beitrag „The Convergence of Digitalization and Sustainability”.

Daher lohnt es sich ein zukunftsgerichteter Blick auf ihre Wechselwirkung für Unternehmer und Führungspersönlichkeiten.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind die wesentlichen Einflussbereiche für die globale Wirtschaft. Beide Effekte wirken in hohem Maße auf Märkte und Organisation. Beispielsweise beim Thema „saubere Technologie“, bei umweltfreundlicher Produktion oder beim Wandel einer Marke zu einem nachhaltigen Unternehmen. Unternehmen können davon profitieren, wenn sie Nachhaltigkeit Digitalisierung konvergent betrachten, da beide die Markt- und Organisationsbedingungen verändern. Es ergeben sich Chancen für Reputation, Verbrauchervertrauen und Innovation.

Digitalisierung fördert Nachhaltigkeit. Digitale Tools reduzieren den ökologischen Fußabdruck oder können Rohstoffe in einer fairen Lieferkette verfolgen. Manche gehen davon aus, dass nur mit Hilfe digitaler Technologien die „Sustainable Development Goals“ der United Nations (UN) bis 2030 noch erreicht werden können. De-Materialisierung – ein Kernversprechen der Digitalisierung – könnte zum Beispiel die Kohlendioxidemissionen um 20% gegenüber „Business as usual“ reduzieren, so eine Studie der Global e-Sustainability Initiative. Künstliche Intelligenz (KI) kann für Klimaschutz und Biodiversität eingesetzt werden.

Hochrechnungen der UN-Studie „2030 Vision“ gehen von einem Marktvolumen von 12 Billionen US-Dollar durch Kosteneinsparungen und neue Umsätze aus dem Einsatz von Digitalisierung für nachhaltige Entwicklung aus.

Digitalisierung stellt selbst eine Herausforderung für eine faire, gerechte und umweltfreundliche Entwicklung dar. Denn auch Bits & Bytes haben eine materielle Grundlage, wie im Buch „Smarte grüne Welt“ von Steffen Lange und Tillmann Santarius detailliert vorgerechnet wird. Beispielsweise Smartphones werden immer schneller ausrangiert und landen in den ärmeren Regionen der Welt, um dort ohne Gesundheits- oder Umweltschutz entsorgt zu werden: Der „Müllberg“ des Elektroschrotts ist inzwischen weltweit 43 Megatonnen groß. Und obwohl sie immer energieeffizienter werden, führt die Mehrnutzung zu einem Anstieg des Energieverbrauchs, dem sog. „Rebound Effekt“. In Europa trägt Informations- und Kommunikationstechnologie zu 4% zu den unerwünschten Treibhausgasemissionen bei, die „schmutzige“ Luftfahrt nur zu 3 %.

Als zukunftsweisend gilt es, einen „Net Zero Carbon Footprint“, d. h. eine neutrale CO2-Bilanz über den Lebenszyklus von Produkten, zu erzielen, und „Zero Waste“, d.h. „Null Abfall“ beispielsweise durch eine digital-gestützte „Circular Economy“, anzustreben.

Digitales Business zeigt eigene „unerwünschte Nebenwirkungen“ und erzeugt Risiken für Gesellschaft und Unternehmen. Mit der Digitalisierung geht die Sammlung großer Datenmengen von individuellen Nutzern einher. Das bringt wichtige geschäftliche Vorteile und hilft Unternehmen durch Personalisierung Produkte der nächsten Generation zu entwickeln und neue Märkte erschließen.

Dabei entstehen neue Schwachstellen, wie die Angreifbarkeit digitaler Unternehmens-Assets durch Cyberkriminalität oder die Legitimität digitaler Geschäftsmodellen, die die Privatsphäre von Nutzern minimieren. Die Diskussion um die ethischen Grenzen des Einsatzes von Big Data, KI und Co. läuft. Nach einer Studie ConPolicy-Instituts erwartet die Mehrzahl von Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für die gesellschaftlichen und kulturellen Folgen der Digitalisierung sowohl von Staat und Politik (83 %) als auch von den Unternehmen (88 %). Aber die meisten sind auch der Meinung, dass dieser Verantwortung bisher nicht ausreichend nachgekommen wird.

Die damit verbundenen Unsicherheiten führen zu einer Krise des Vertrauens gegenüber Unternehmen, dies zeigen eine Reihe Studien zum Beispiel von der Unternehmensberatung Accenture oder dem Verband Bitkom. Kunden fühlen sich verunsichert durch Daten-“Hacks“ und „unethischer“ Nutzung von persönlichen Daten. Sie verlangen aktive Datenkontrolle und eine „Daten-Dividende“, wenn sie Daten kommerziell nutzbar machen sollen. „Personalisierte“ Manipulationen von Kaufverhalten durch Online-Werbung, wirtschaftliche Diskriminierungen durch „Profiling“ oder Überwachung durch KI am Arbeitsplatz korrumpieren das Menschenrecht auf Integrität und Privatsphäre. Es herrscht Misstrauen gegenüber dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Algorithmen.

Mit einer stärkeren Regulierung ist zu rechnen – wie diese aussehen wird, ist heute noch unklar. Zum Erhalt des Vertrauens von Kunden und Öffentlichkeit passen sich Unternehmen heute durch digital-ethisches Handeln den veränderten Erwartungen an: Sie geben bspw. Kunden Kontrolle über die eigenen Daten, steigern deren Vorteile für den Austausch der Daten, stärken das Gemeinwohl, indem sie Datenpools öffnen oder den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen beschränken bzw. überprüfbar machen.

Dieses verantwortliche Unternehmenshandeln in einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft und Gesellschaft wird Corporate Digital Responsibility (CDR) genannt.

Unternehmensverantwortung entwickelt sich zu Corporate Digital Responsibility. CDR bezieht sich einerseits auf die Beachtung digitaler Nachhaltigkeit und anderseits auf Berücksichtigung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Wirkungen digitalen Unternehmenshandelns in der Welt. Dabei handelt es sich um freiwillige unternehmerische Aktivitäten, die über das gesetzlich Vorgeschriebene hinausgehen.

„Corporate Digital Responsibility kann einen wesentlichen Beitrag dafür leisten, für Fairness zu sorgen und die digitale Transformation zum gemeinsamen Vorteil aller sowie einer nachhaltigen Entwicklung auszubalancieren“, so das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz.

Aufgrund des tiefgreifenden digitalen Wandels, der alle Branchen umfasst, handelt es sich nicht nur um ein Verantwortungsgebiet der Digital-, IT- oder ITK-Branche: CDR ist vielmehr für alle Unternehmen mit digitalen Unternehmensprozessen und Geschäftsmodellen von Bedeutung.

Für CDR ist (noch) kein Standard in Unternehmen, sondern bietet Gestaltungsspielraum für Pioniere. Die vorhandenen Erkenntnisse, Instrumente und praktischen Erfahrungen der Corporate (Social) Responsibility bieten eine „Blaupause“. Ökonomisch motiviert werden Alleinstellungsmerkmale gebildet und Wettbewerbsvorteile zu einem Business Case für (digitale) Nachhaltigkeit aufgebaut, von dem sowohl Unternehmen als auch Gesellschaft bzw. Umwelt profitieren.

Zitieren als: Dörr, Saskia „Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denken – Vorhandene CSR-Instrumente und neue Handlungsfelder verbinden sich zur Corporate Digital Responsibility“, in: Magazin Verantwortung, 02/19, 2019, S. 34-36.

Call Now ButtonJetzt anrufen