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Evonik: „Verantwortung spielerisch lernen“. Business Simulation für Nachhaltigkeit in Talente-Programm

Evonik setzt jetzt das unternehmerische Nachhaltigkeitsengagement konsequent in der Weiterbildung von Talenten um und baut Kompetenzen für unternehmerische Nachhaltigkeit auf.

Kompetenzen für Nachhaltigkeit sind bei Fach- und Führungskräften in deutschen Unternehmen bis jetzt noch wenig vorhanden: Corporate Sustainability oder Corporate Social Responsibility sind häufig (wenn überhaupt) nur Wahlfächer im betriebswirtschaftlichen Studium. In der Vergangenheit waren sie in Ausbildung und Studium sowieso kein Thema. Es besteht also Unterstützungs- und Nachholbedarf.

Zusammenhänge erkennen und Wechselwirkungen beurteilen, die Nachhaltigkeit ausmachen – das kann man auch spielerisch lernen. Seit den Anfängen der Nachhaltigkeit sind Nachhaltigkeitsspiele, wie Fishbanks von Donella und Dennis Meadows mit auf dem Plan. Neu ist, dass es inzwischen mehr und mehr gelingt, dies auch in Business Simulationen umzusetzen. Führend ist hier die Business Simulation für unternehmerische Nachhaltigkeit „napuro“ von UCS Ulrich Creative Simulations zu nennen.

Dies hat auch die Evonik AG erkannt und nutzt das die Simulation im Talent-Bindungsprogramm „Evonik Perspectives“ zur internen Weiterbildung der Fach- und Führungskräfte.

Link zum Artikel auf der Evonik Corporate Website

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit Fragen, z. B. des Rohstoffmangels, Kinderarbeit oder des Dialogs mit Nichtregierungsorganisationen konfrontiert, die bisher neu für sie sind. Sie erleben die systemischen Zusammenhänge als Unternehmer einer Putzroboterfirma spielerisch und mit Spaß.

Simulationen sind bestens für praxisnahes und wirkungsvolles Lernen geeignet. In einer Rolle kann experimentiert werden und neue Strategien zum eigenen Umgang mit Nachhaltigkeit in der Wirklichkeit entwickelt werden. Unternehmerische Nachhaltigkeit positioniert Unternehmen in die Gesellschaft, in die Öko-Sphäre: Als offenes System, das mit dieser Umwelt aktiv und verantwortlich gestaltend in den Austausch tritt.

Accenture//CEOs: Wirtschaft auf dem „Plateau der guten Wünsche“

In der aktuellen UN Global Compact Studie stellen die befragten Unternehmensvorstände und CEOs der Wirtschaft kein gutes Zeugnis für Nachhaltigkeit aus. Unternehmen würden sich auf einem „Plateau der guten Wünsche“, wobei sie sich insgesamt noch nicht auf auf dem richtigen Weg seien. 67% sind der Meinung, dass die Unternehmen nicht genug täten, um die globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen zu adressieren. Die wirtschaftlichen Umstände bedingten zudem, dass Nachhaltigkeit aus dem Fokus gerät.

Die 1000 von Accenture befragten CEOs aus 103 Ländern und 27 Sektoren/Branchen stellen ein Meinungs-Schwergewicht in der Vielfalt der Studien dar. Daher ist sie empfehlenswert.

Link zu UN Global Compact – Accenture CEO Study 2013

Doch auch darüber hinaus gibt es ungewohnte Signale: Der Ruf der Vorstände nach mehr Unterstützung der Regierungen. 83% der CEOs wünschen sich von staatlicher Seite ein Umfeld, dass Unternehmensnachhaltigkeit ermöglicht und stärkt.

Innovationsverbund „Nachhaltiger Mittelstand“ und WiseWay auf dem Nawi-Forum in Frankfurt

Gemeinsam mit Ursula Weber aus dem Innovationsverbund „Nachhaltiger Mittelstand“ gestaltete Saskia Dörr, WiseWay, den Workshop zum Thema “Mitarbeiter-Akzeptanz von Nachhaltigkeit: Das Nadelöhr im Change-Prozess“ auf dem nawi-Kongress am 4. September 2013.

Zum Blogbeitrag

Im Rahmen des Innovationsverbundes „Nachhaltiger Mittelstand“ werden Lösungen für Nachhaltigkeitsprobleme entwickelt, die die Wettbewerbsfähigkeit von Mittelständlern steigern. Beispiele sind Nachhaltiges Design, ökologische Lebensmittel, nachhaltiger Tourismus oder Nachwuchsförderung. Es wird eine Plattform für den Dialog zwischen Unternehmen und Wissenschaft geboten. Branchen- oder themenspezifische Arbeitsgruppen ermöglichen eine vertiefte Bearbeitung und konkrete Ansätze zur Umsetzung in das eigene Unternehmen.

Link zum Innovationsverbund Nachhaltiger Mittelstand

Nachhaltigkeits-Gipfel 2013: Konferenz zu Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, mit engagierten und kompetenten Rednern, der Nachhaltigkeits-Gipfel am  17. September 2013 in Wiesbaden. Ca. 25 Teilnehmer, insbesondere aus dem Handel, tauschten sich zu Corporate Social Responsibility aus. Eine der Fragen war: Kann man Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette überhaupt garantieren und den Überblick behalten?

Rezzo Schlauch Rechtsanwalt, Parl. Staatssekretär a.D., stellte damit die gesellschaftlichen Ansprüche dar. Er forderte im ersten Vortrag die Unternehmen dazu auf, ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten und nicht auf der Ebene der PR zu verbleiben.

Von den vielen Rednern – der Tag war voll gepackt – hier nur einige Highlights.

Andrea Weber, Head of Sustainability, Metro Cash & Carry (Metro AG) gab Einblicke zum CSR-Management bei Metro Cash & Carry. Insbesondere stellte sie die Frage Wie passen lokale Wertschöpfung und globales Sourcing zusammen? Neu für mich war, dass die METRO GROUP Lieferanten in zahlreichen Ländern unterstützt, international anerkannte Standards zu erfüllen. Und dies in Kooperation mit verschiedenen öffentlichen und privaten Partnern, wie z. B. Unido, Bayer, giz.

Dr. Philipp G. Inderhees, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, Deutsches Milchkontor GmbH beeindruckte mich mit dem Vortrag zu „Fünf Bereichen eines erfolgreichen Aktionsplans“. Die systematische Analyse der Situation, konsequenten Umsetzung und Monitoring der Nachhaltigkeitsleistung über Kennzahlen zeigte die Grundlagen des Nachhaltigkeitsmanagements par excellence.

Ulf Wenzig, Sustainability Manager Retail, IKEA Germany, fragte “ Kann eine Weltmarke wirklich nachhaltig sein? Er stellte den IWAY – Nachhaltiges Supply-Chain Management bei IKEA dar. Dieses basiert auf der ILO, sowie den UN-Konferenzen zur nachhaltigen Entwicklung. Ziel von IKEA ist es, 100% aller Zulieferer diesem Standard entsprechen. Dieses Ziel ist bereits weitgehend erfüllt: Sichergestellt wird es von ca. 80 interne Auditoren in 29 Ländern.

Bemerkenswert ebenfalls Maurice Stanszus, Founder and CEO, der „WeGreen“ vorstellte – ein „Ranking“-Algorithmus für nachhaltige Produkte.

Was nehme ich mit: Den Eindruck, dass Nachhaltigkeit in diesen Unternehmen bereits sehr systematisch gemanaged wird. Es bestehen bereits etablierte Netzwerke und stabile Dienstleisterbeziehungen. Nachhaltigkeit goes mainstream!

Die 68er kaufen weniger Bio-Lebensmittel…

Die 68er-Bewegung ist über vier Jahrzehnte alt  und ihre Protagonisten sind in Rente: Ob auch ihr Umweltbewusstsein damit „in den Ruhestand“ geht?

Man könnte es fast meinen, liest man die Ergebnisse des Ökobarometers 2013 des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Während die Konsumhäufigkeit von Bio-Lebensmitteln im Durchschnitt aller Deutschen gleich bleibt, sinkt der Anteil der Bio-Käufer ab 60 Jahre um 8 Prozentpunkte.

Ein beachtenswertes Ergebnis, da offenbar eine Bevölkerungsgruppe von einem bisherigen Konsumverhalten Abstand nimmt. Etwa Ausdruck eines Wertewandels im Seniorenalter? Und das, wo die heutigen Senioren in den besten finanziellen Verhältnissen leben und sich auch teurere Produkte leisten können.

Und es gibt eine weitere beachtenswerte Nachricht: Das ökologische Bewusstsein bleibt jung! 23% aller Deutschenunter 30 Jahren greift häuftig zu Bio-Lebensmitteln – und das sind 9 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr.

Fast könnte man schließen Nachhaltigkeitsbewusstsein sei abhängig vom Ausmaß der eigenen Betroffenheit – auch in Jahren.

Wie auch immer: Die Beschäftigten, die Manager, Bankiers und Politiker der Zukunft zeigen heute bereits beim Einkauf, was ihnen wichtig ist.  Und die Signale sollten richtig gedeutet werden.

Zum Ökobaromter 2013

 

Holen Sie sich jetzt die Anerkennung für das Engagement zur Unternehmensnachhaltigkeit!

Der Deutsche CSR Preis zeichnet auch 2014 Unternehmen und Personen aus, die sich in herausragender Weise für Unternehmensnachhaltigkeit engagiert haben – mehrere Preise werden vergeben. Bewerbungen sind bis zum 30.11.2013 einzureichen.

Es ist also noch Zeit, Ergebnisse von Aktivitäten zu sammeln und zu bewerten. Falls noch nicht alle Unterlagen vorliegen oder die Ressourcen nicht ausreichen, steht WiseWay gerne zur Projektbegleitung zur Verfügung.

Hier geht es zur Bewerbung für den Deutschen CSR Preis 2014

Es werden Aktivitäten ausgezeichnet, die konkrete Auswirkungen auf

  • Mitarbeiter,
  • Kunden, Lieferanten, Umgebung oder
  • Klima- und Umweltschutz, Biodiversität, Entwicklungs- und Schwellenländer
haben. Mehrere Einreichungen pro Unternehmen oder Institution sind möglich.
Die Preisverleihung 2014 ist am 07. Mai 2014. Wäre das nicht eine tolle Belohnung für alle, die sich in Ihrem Unternehmen für Nachhaltigkeit engagiereren?

„Coursera“: Achtwöchiger Online-Kurs zur Einführung in Nachhaltige Entwickung

Coursera, die Plattform für „Massive Open Online Courses“ bietet eine Einführung in Nachhaltigkeit von Dr. Jonathan Tomkin auf englisch.

Der Kurs bietet Hintergründe in die akademische Disziplin Nachhaltigkeit und zeigt, wie die heutigen Gesellschaften dem globalen Wandel, der Zerstörung der Ökosysteme und der Ressourcenknappheit stand halten können.

Für alle die „mehr“ wissen wollen.

Der Kurs startet ab dem 26.8.13, dauert 8 Wochen und die Teilnahme ist kostenfrei. Mit-Studierende rund um die Welt inbegriffen.

Zum Coursera Kurs.

 

CSR + HR > PR

CSR + HR > PR

Auf diese einfache Formel bringen die Autoren der aktuellen Studie „Nachhaltig leben und arbeiten“ ihre Ergebnisse. Es wurde in einer Befragung von mehr als 2000 Arbeitnehmern eine eindeutige Beziehung von Mitarbeiterbindung, -zufriedenheit und -Commitment durch Empowerment für Nachhaltigkeit gezeigt. Und ein Defizit bei der tatsächlichen Umsetzbarkeit im Unternehmen.

Mehr unter
http://nachhaltig-leben-und-arbeiten.de/umfrage

Dadurch entsteht eine Aufforderung für eine enge Zusammenarbeit von CSR- und Personalabteilungen, um diese Chancen zu nutzen.

Eine Formel, die man sich einfach merken muss!

Zum XING-Artikel.