Kundenprojekt: Digitale Transformation mitarbeiter­orientiert gestalten

Kundenprojekt: Digitale Transformation mitarbeiter­orientiert gestalten

Jobs und Arbeitsweise verändern sich mit der Digitalisierung. Es ist eine Aufgabe der Digital Reponsibility die digitale Transformation von Beschäftigten mitgestalten zu lassen und so ihre Souveränität zu stärken. Ich freue mich sehr, dass ich bei einer mittelständischen Steuerkanzlei ein solches Transformationsprojekt über mehrere Monate als externe Prozessberaterin erfolgreich begleiten durfte. Ein absolutes Lieblingsprojekt!

Ich durfte einen „Lern- und Experimentierraum“ nach der Methode „UnternehmensWert:Mensch“ methodisch einführen und die pilothafte Umsetzung durch zahlreiche weitere Projektmanagement-, agilen Arbeitsmethoden sowie Coaching ergänzen. Ziel war es die Kompetenzen für agiles Arbeiten und Selbstmanagement der Beschäftigten weiter zu entwickeln sowie ein konkretes methodisches Rahmenwerk zu nutzen. So wurde die Basis für eine kollaborative Organisation gelegt, die anpassungsfähig auf weitere Veränderungen von außen reagieren kann.

Die ganze Geschichte findet sicht hier.

Case | Digitale Transformation einer Steuerkanzlei

 

Design Thinking mit Nachhaltigkeit: So geht´s!

Design Thinking mit Nachhaltigkeit: So geht´s!

„Werte und Wandel“: „Saskia Dörr, Sie sind Nachhaltigkeitsmanagerin. Was hat Design Thinking damit zu tun?“

Ich:„ Nicht nur bei Umgang von Wirtschaft und Gesellschaft mit der Digitalisierung stellen sich „boshafte Probleme“ – erst recht beim Lösen der globalen Probleme, wie Energieversorgung, Klimagerechtigkeit, fairer Zugang zu Bildung, Lebensmittelversorgung oder Artenvielfalt etc. Beim Finden von Wegen für nachhaltige Lösungen, die den Menschen dienen, kann Design Thinking helfen. Das ist für unsere Zukunft von großer Bedeutung.“  Das ganze Interview „Design Thinking – auf den Punkt!“ auf Werte und Wandel  (Danke, liebe Elita Wiegand!).

Die Innovationsmethode des „Silicon Valley“, die der SAP-Gründer Hasso Plattner nach Deutschland brachte, ist bestens geeignet, um auch nachhaltige, faire und grüne Lösungen zu entwickeln. Das liegt daran, dass sich mit Design Thinking „wicked problems“ (übersetzt als „boshafte Probleme“) angehen lassen. D.h. Probleme, die bisher gar nicht genau definiert oder beschrieben werden können und unklare Lösungswege haben. In der Disziplin der Logik, ist Design Thinking eine Anwendung der„Abduktion“ –  das ist ein hypothetischer Schluss vom Einzelnen und einer Regel auf eine Regelmäßigkeit (mehr dazu im Vortrag „Innovationsmethode Design Thinking“ von Prof. Oliver Kretzschmar). Dieses Vorgehen unterscheidet Design Thinking von anderen Innovationsmethoden.

Wir alle wissen, dass wir anders wirtschaften und konsumieren müssen, um die Ressourcen des Planeten zu schützen und nicht weiter zu übernutzen. Viele Unternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht Produkte und Services umweltfreundlicher, ressourcenschonender und fairer  anzubieten und lassen sich z.B. von Zero Waste, SoLaWi oder Fairem Handel inspirieren. Denn: auch Konsumenten achten inzwischen auf Nachhaltigkeit.

Um in Sachen Innovation die Nase vorn zu behalten, nutzen nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen, Umweltmanager, „Ecopreneure“ und Green Startups daher Design Thinking. Aber wie kommt die Nachhaltigkeit in das Design Thinking? Wie gestaltet sich ein Design-Thinking-Prozess für Nachhaltigkeitsinnovation?

Leider reicht es nicht aus, einfach mit einem Design-Thinking-Workshop loszulegen. Es müssen ein paar Voraussetzungen gegeben sein, um mit Design Thinking nachhaltige Services und Produkte zu gestalten. Dazu zählen beispielsweise:

  • Die Teammitglieder, denen Nachhaltigkeit besonders am Herzen liegt
  • Der Moderator, der für Nachhaltigkeit steht, und sie in den Workshop „einwebt“
  • Der nachhaltige Unternehmenskontext

Im Folgenden möchte ich diese Punkte genauer beleuchten.

Teammitglieder

Design Thinking lebt von der Heterogenität der Teammitglieder und ihrer Bereitschaft, ihre unterschiedlichen Ideen zu teilen. Es geht  nicht darum, für das Nachhaltigkeits-Design-Thinking „Ökos“ zu versammeln. Aber die Teammitglieder sollten Erfahrungen mit der Nutzung nachhaltiger Produkte haben und auch den Wunsch haben, sich für Nachhaltigkeit einzubringen. Je nach Challenge ist es wichtig ExpertInnen für Nachhaltigkeit, Energieeffizienz etc. dabei zu haben. Wichtig ist daher auch das entsprechende Briefing des Teams: „Dare to be wild for sustainability!“ – Traue Dich wild für Nachhaltigkeit zu sein! Damit geht es schon mal in die richtige Richtung.

Design-Thinking-Moderator mit Nachhaltigkeitskompetenz

Impulse für Nachhaltigkeit können an verschiedenen Stellen im Design Thinking eingebracht werden.  Sei es beim WarmUp, bei der Gestaltung der Persona, im Brainstorming oder beim Nutzer-Feedback. Der Moderator und Coach sollte diese Nachhaltigkeitsimpulse bereits in der Vorbereitung des Workshops und die Arbeitsunterlagen integrieren, damit sie einen festen Bestandteil im Workshop haben. Dafür muss der Moderator entsprechende Kompetenz in Sachen Nachhaltigkeit haben und das Thema auch sicher einflechten können. Das erleichtert die Akzeptanz im Team und ermöglicht einen erfolgreichen Verlauf.

Ich habe für WiseWay ein „Sustainability Design Lab“ –  ein Design Thinking für Nachhaltigkeit – entwickelt. Dabei webe ich an verschiedenen Stellen Nachhaltigkeitsaspekte ein. Beispielsweise lasse ich die Persona nach Aspekten eines nachhaltigen Lebensstils entwickeln, bringe zukunftsorientierte Lebensstile ein und gestalte das Brainstorming so, dass Assoziationen zu gesellschaftlichen Herausforderungen geweckt werden. In der Umsetzung nutze ich ein Business Model Canvas, das neben wirtschaflichen auch soziale und ökologische Perspektiven einnimmt.

Nachhaltiger Unternehmenskontext

Ein Design-Thinking-Workshop ist keine „Stand alone“-Maßnahme – es sei denn es handelt sich um einen „Schnupper-Workshop“ oder ein Training. Für alle Beteiligten ist es daher unabdingbar zu verstehen, auf welches Unternehmensziel das Design Thinking abzielt und welche Ressourcen zur Verfügung stehen, um das Produkt oder die Lösung zu entwickeln. Für Nachhaltigkeitsinnovationen ist es wichtig, den Design-Thinking-Prozess in die Nachhaltigkeitsprinzipien und -werte des Unternehmens einzubetten. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch die ganz unmittelbare Wirkung des Workshop-Raums, der einen Bezug zur Natur widerspiegeln und inspirieren kann.

So kann Design Thinking auch angewendet werden, um die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens durch mehr Engagement der Beschäftigten Realität werden zu lassen. Es entsteht eine Win-Win-Situation, denn Mitarbeitende wünschen sich, ihre Nachhaltigkeitsorientierung in höherem Maß als bislang möglich am Arbeitsplatz einzubringen  (Informationen zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen dazu finden sich hier).

Aktuell hat ein Wissenschaftlerteam  (u.a. mit TU Berlin und der Alanus Hochschule aus dem Rhein-Sieg-Kreis) eine Methode zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsinnovationen durch Mitarbeiter mittels Design Thinking vorgestellt. Viele der Erkenntnisse decken sich mit meinen Erfahrungen aus der Praxis. Gerade auch wegen ihrer Umsetzungsorientierung bringt diese wissenschaftliche Arbeit einen echten Mehrwert für Organisationen und Unternehmen. So werden beispielsweise umfangreichen Templates für die Durchführung von Workshops zur Verfügung gestellt. Weitere Information zu Design Thinking für Nachhaltigkeit finden sich auf dieser Website.  Selbst erfahren kann man die Methode in Workshops, die 2018 angeboten werden – bei Interesse hier entlang.

Mein Fazit: Design Thinking kann der Nachhaltigkeit und den Innovationen für nachhaltige Produkte und Services nutzen. Ich würde mich freuen, wenn wir sehr viel mehr davon sehen würden und stehe gerne zur Verfügung!

Quellen

Hasso-Plattner-Institut (2018): Design Thinking. https://hpi.de/

Kretzschmar, O. (2015): Innovationsmethode Design Thinking. Hochschule der Medien Stuttgart.

Schrader, U. & Harrach, C. (2014): Nachhaltig leben und arbeiten.  TU Berlin. http://nachhaltig-leben-und-arbeiten.de

Schrader, U. et al. (2018): Design Thinking für Nachhaltigkeit. http://www.nachhaltigkeitsinnovation.de/

Werte und Wandel (2018): Design Thinking – auf den Punkt!  Ein Interview mit Dr. Saskia Dörr. https://werteundwandel.de/inhalte/design-thinking-auf-den-punkt/

Neues Netzwerken oder wie ich ganz real in der Digitalen Welt angekommen bin

Neues Netzwerken oder wie ich ganz real in der Digitalen Welt angekommen bin

Gerade eben ist es wieder passiert: Ich habe spontant mit Lukas geskypt, von dem ich bis heute Morgen nicht einmal wußte, dass es ihn gibt.

Wie kam´s? Für meinen aktuellen Online-Kurs zu sozialer Innovation (kostenfrei, super Ressourcen, engagierte Moderatorinnen!) beschäftige ich mich mit dem gesellschaftlichen Problem der Obdachlosigkeit. Für mein Empathic Interview suchte ich mir den Sozialen Zaun Bonn (nachahmenswertes Projekt des Kleidertauschs für Bedürftige) aus und schrieb die Organisatoren über Facebook Messenger an. Lukas reagierte prompt und skypte mit mir von der Uni aus. (Danke!).

Direkt davor eine ähnliche Begegnung: Julia, die meine Telefonnummer über einen Kollegen bekommen hatte, rief mich an. Sie sind gut aufgestellt mit ihrem Social Business „Foodsharity“  („Nie wieder Lebensmittel wegwerfen, und dabei noch nette Leute kennenlernen.“), aber sie suchte einen Austausch zu einem bestimmten Thema. Ich freue mich, dass ich ihr mit einigen Netzwerkverbindungen weiterhelfen konnte!

So geht es mir in dieser offenen kollaborativen digitalen Welt jetzt laufend. Spontane Messages, Social-Media-Kontakte, Telefonate mit kreativen (bislang für mich unbekannten) Köpfen, die mit „meinem“ Thema in Verbindung stehen: Gemeinsam den Wandel in eine bessere digitale Welt gestalten. Es geht um Co-Kreativität und Kollaboration, um die Stärkung des „Maker-Spirits“ (wunderbarer MOOC Leuchtfeuer 4.0 von Anja, Nina und Joachim – you changed my life!)

Ein anderes Format, das diesen Spirit stärkt, ist KAINGA. KAINGA steht für „Kreativer Austausch – Interdisziplinäres Netzwerken – Gemeinsames Arbeiten“ und ist das Kollaborationsformat des BonnLABs.

Ich freue mich daher sehr, Mit-Gastgeberin für das nächste #nettwork @KAINGA zu sein. Ich stelle WiseWay und mich selbst als Gründerin vor.

Du möchtest die Chancen des digitalen Wandels für Dein Unternehmen und Dich nutzen? Dann könnte mein Angebot für Dich interessant sein. Ich freue mich darauf, Dich wieder zu treffen oder kennen zu lernen. Kommt alle zahlreich nächsten Mittwoch, 31.5.17, ab 16 Uhr ins BonnLAB! Hier zu weiteren Infos in Meetup. Gerne weitersagen!

Und das Beste: Danach direkt ab 18 Uhr das 2. Bonner CHANGER Hangout ( hier geht´s lang zur Meetup-Gruppe). Diesmal stellt sich das Bonner Social Business „Wertewandel“ vor. So darf es weitergehen! :-)

Mitarbeiter-Akzeptanz von Nachhaltigkeit: Das Nadelöhr im Change-Prozess? – nawi Kongress am 4. Sept. 2013

Sind Mitarbeiter das Nadelöhr im Change-Prozess zur Umsetzung von Unternehmensverantwortung?

Oder doch eher Mitstreiter, deren Bereitschaft sich für das Unternehmen einzusetzen steigt, je mehr dieses sich für Umwelt und Gesellschaft einsetzt?

Im Rahmen des nawi-Kongresses am 4. September 2013, IHK Frankfurt am Main,
wird dieses Thema im Rahmen des Workshops 3 „Mitarbeiter-Akzeptanz von Nachhaltigkeit: Das Nadelöhr im Change-Prozess“ behandelt.

Zum Hintergrund: Die nawi mit Kongress, Fachausstellung und Award ist das Forum für Nachhaltigkeit im Mittelstand. Hier treffen sich Visionäre und Praktiker – der Nutzen für die Unternehmen steht im Vordergrund.

Siehe Artikel in XING.

 

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