Die Bonn Conference on Global Transformation fand das erste Mal am 12. und 13. Mai 2015 im Plenarsaal des WCCB statt. Ab jetzt alle zwei Jahre. Primär geht es um die Umsetzung der sog. UN „Post-2015-Agenda“, der Umsetzung der „Sustainable Development Goals“. Im Konferenzvideo (siehe oben) werden die anstehenden Herausforderungen eindrücklich in 1,5 min dargestellt.
Geladen waren „erfahrene Entscheider“ aus Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Es soll auch ein „Mindshift“ stattfinden, so Angelika Schwall-Düren, für Nachhaltigkeit. Und es mögen Impulse von der Konferenz in die Gesellschaft ausgehen. Das sind große Ziele. Verstanden habe ich nicht: Weshalb ein Mindshift und Impulse von denjenigen ausgehen, die die Situation, selbst gestaltet habe? Schätzungsweise war die Mehrzahl der Anwesenden über 40 Jahre alt.
Wie soll ein „Mindshift“ die Gesellschaft verändern, wenn ihn nicht diejenigen, die am längsten mit den Konsequenzen leben müssen, (mit) gestalten? Und wenn Impulse von der Konferenz ausgehen sollen, weshalb nutzt man nicht die zeitgemäßen medialen Methoden, wie Live-Blogs, zur Verbreitung?
Aber dennoch: Auch von den Grandseigneurs der Nachhaltigen Entwicklung wie Jeffrey D. Sachs und John Elkington war etwas zu lernen. Am beeindruckensten jedoch Su Stephanou über ein Bildungsprojekt, das Kleinbauern in Kenia mittels wöchentlicher SMS „Learning Nuggets“ vermittelt, um Gesundheit der Kühe zu verbessern, Krankheiten bei Hühner zu verhindern und ihre Produktion zu verbessern (Link zur iCow-Website) Nachahmenswert!
Die Stadt Bonn und der Kreis Rhein-Sieg wird eines von fünf Kompetenzzentren für verantwortungsvolle Unternehmensführung in NRW aufbauen.
Eine weiterer Baustein zu Bonns vielschichtigen Aktivitäten im Nachhaltigkeitsumfeld und eine tolle Chance für den Mittelstand der Region. Das CSR Kompetenzzentrum bietet eine Vielzahl von Angebotsformaten.
Ich hoffe, dass das CSR Kompetenzzentrum dazu beiträgt, Corporate Social Responsibility, also die nachhaltige Unternehmensführung, bei den Unternehmen der Region bekannt zu machen.
Mal wieder ein hervorragendes Video vom Lehrstuhl Prof. Beschorner, Institut für Wirtschaftsethik, Universität St.Gallen, das CSR und die Umsetzung in die unternehmerische Praxis gut verständlich und mit einem Augenzwinkern darstellt.
Zum Video „Corporate Social Responsibility (CSR): Praktische Perspektiven“
“Business Impact of Santa to Climate Change: Potentially disastreous impact on Santa´s North Pole operations and increases risk on the 25th December delivery fulfillment process.”
“Beyond naughty and nice: The current system of ranking children according to whether they have been “Naughty” and “Nice” is too simplistic. [….] A more consistent application of behavior expectations is required […]”
“Santa will transform his operations and become a service-oriented business that enables communities to deliver joy and happiness to children throughout the whole year. “ With “net positive impact on global eco-systems and society.”
Do not miss this amusing work of SustainAbility – Just great!
SustainAbility (2014) 20 Business Model Innovations for Sustainability, Report. https://sustainability.com/our-work/insights/the-launch-of-model-behavior-20-business-model-innovations-for-sustainability/
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat eine über 120-Seiten-starke Broschüre zur DIN/ISO 26000 heraus gegeben. Sie soll Orientierungshilfe zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in (international agierenden) mittelständischen Unternehmen sein.
Das Besondere: Es wird ganz praktisch auf die rechtliche Situation in Deutschland eingegangen und die Maßnahmen, die für einen Unternehmer in Deutschland relevant sind.