Der am 19. Mai 2014 in München uraufgeführte Film zeigt in minimalistischer Weise Interviews von Vorderdenkenden der Nachhaltigkeit: Daniel Dahm, Hans-Peter Dürr, Felix Finkbeiner, Frank Josef Radermacher, Ursula Sladek, Ruth Tippe und Götz Werner.
Die Interviewten ordnen Nachhaltigkeit ein, zeigen Grenzen auf und machen Mut, die anstehenden Veränderungen zu bejahen. Letztlich sind es Plädoyers für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Absolut sehenswert!
Wie reagieren Kunden auf eine energiesparende Produktion eines Unternehmens? Welche Vorteile haben die Mitarbeiter von einer langfristig ausgelegten Personalplanung? Diesen und vielen andere Fragen können Sie sich mit der Wirtschaftssimulation napuro annähern. napuro bietet in einem fiktiven Marktsegment den Freiraum, die Wirkung von Corporate Social Responsibility und nachhaltigen Unternehmensstrategien spielerisch auszutesten. Die dabei entstehenden Anregungen und Impulse können Sie in Ihr eigenes Unternehmen mitnehmen. napuro kann Sie dabei unterstützen, den Nachhaltigkeitgedanken in Ihrem Unternehmen bekannt zu machen und das Engagement Ihrer Mitarbeiter zu stärken.
Lernen Sie im Schnupper-Workshop mit Dr. Markus Ulrich, UCS Ulrich Creative Simulations, das Planspiel napuro kennen und beurteilen Sie dessen Eignung für Ihre Bedürfnisse.
Die Teilnehmenden:
• lernen im Planspiel die Bausteine unternehmerischer Nachhaltigkeit kennen,
• erleben deren dynamisches Zusammenspiel und
• können anschließend die Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen besser verstehen, mittragen und gestalten (mehr).
Zielgruppe des Schnupper-Workshops:
• Personalentwickler/-innen
• Nachhaltigkeitsverantwortliche
• Führungskräfte in Unternehmen, Verbänden und Gemeinden
Wo und wann? Köln, Dienstag, 24. Juni 2014, 14:00-16:30 (zuvor und danach Apéro).
UCS Ulrich Creative Simulations, Zürich, in Zusammenarbeit mit intrestik, München, WiseWay, Bonn und Cenandu, Köln.
Anmeldung und Information:
Experten und Multiplikatoren für Nachhaltigkeitsmanagement oder Corporate Social Responsibility steht jetzt die aus meiner Perspektive bisher umfangreichste Sammlung und Bewertung von Instrumenten für Unternehmensnachhaltigkeit zur Verfügung.
Um verantwortliche Unternehmensführung im Mittelstand zu stärken, stellte UPJ ein Instrumentenkatalog mit verfügbaren Tools und Hilfsmitteln zusammen. In diesem Katalog werden über 200 Instrumente wie z.B. Leitfäden, Weiterbildungen, Selbstchecks oder Netzwerke, beschrieben. Diese sind bereits heute via Internet verfügbar.
Jedes Instrument wird nach Zwecksetzung sowie bezüglich Wirkung im Nachhaltigkeitskontext auf Markt, Umwelt, Arbeitsplatz oder Gemeinwesen eingeordnet. Es wird kurz beschrieben sowie auf die Publikation im Internet verlinkt.
Ich bin nun Fachlehrerin für Wirtschaftwochen mit WIWAG, der Unternehmenssimulation. Und ich bin begeistert. Von der Erfolgsgeschichte, dem Engagement und von dem wirtschafts- und systemtheoretischen Anspruch des „Spiels“.
WIWAG simuliert den Geschäftserfolg virtueller „Firmen“. Seit 40 Jahren wird in der Schweiz Wirtschaftswissen in Projektwochen in der Schule vermittelt. Aber nicht nur in der Theorie, sondern Schülerinnen und Schüler werden selbst CEO, Finanz- oder Marketingchef.
Mit 90 Tausend Schülern, die WIWAG „gespielt“ haben, ist das eine Erfolgsgeschichte an sich. Das Erfolgsmodell wird getragen von mehreren sich ergänzenden Partnern: den Schulen, den Schweizerischen Industrie- und Handelskammern und der Schmidheiny-Stiftung. In Deutschland wird es ebenfalls seit Jahrzehnten in Schulen genutzt, doch fehlt eine zentrale Koordination und breite Unterstützung. Die Joachim-Herz-Stiftung engagiert sich seit 2013 für die Verbreitung von WIWAG im Projekt- und Schulunterricht in Deutschland.
Ganz zentral erscheint mir jedoch folgendes: WIWAG übt Vernetztes Denken. Und mit dem seit Ende 2013 verfügbaren WIWAG 6.0 wird die Komplexität unternehmerischen Handeln auch sichtbar und damit steuerbar gemacht.
Ursache-Wirkungsbeziehungen von Entscheidungen und Unternehmenserfolg für die virtuellen WIWAG-Unternehmen sind in einer „Landkarte“ transparent (siehe Bild). In jedem der fünf gespielten Geschäftsjahre steigt die Komplexität, damit wird eine Überforderung vermieden. Fazit: Unternehmerisches Handeln in der Business Simulation bleibt damit spielerisch, UND wird verstehbar – aber nicht über die Maße simplifiziert.
Die Schweizer Schülerinnen und Schüler sind so begeistert davon, dass sie sich Jahrzehnte später – jetzt selbst in Wirtschaft und Banken tätig – ehrenamtlich als Fachlehrer für Wirtschaftswochen den heutigen Schülerinnen und Schülern ihr Wissen weitergeben.
Ich freue mich auf die Wirtschaftswoche in Schaffhausen im Juni – und darauf, dass auch in Deutschland viel mehr Manager, Bänker und Berufstätige ehrenamtlich ihr Wirtschaftswissen in Schulen tragen. Und sicherlich werde ich auf die Unternehmensnachhaltigkeit im Sinne ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte in „meiner“ Wirtschaftswoche besonderen Wert legen.
Wäre es nicht jetzt genau das richtige, ihr Unternehmen als Pionier für gesellschaftliche Verantwortung in der Öffentlichkeit – und damit bei Kunden, Mitarbeitern oder Kreditgebern – bekannt zu machen und damit zu positionieren?
Unternehmen in Deutschland können sich ab heute, den 6. Januar 2014, bis zum 22. Februar 2014 für den CSR-Preis der Bundesregierung bewerben.
Die Bundesregierung möchte damit Vorbilder in nachhaltigem Wirtschaften herausheben und ehren. Unternehmen jeder Größe – vom Ein-Personen-Unternehmen bis zur Aktiengesellschaft – können sich bewerben, denn es werden vier Größenkategorien unterschieden. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen sich angesprochen fühlen.
Haben Sie in ihrem Unternehmern innovativ und systematisch an, z. B. an verbesserten Verbraucherinformationen gearbeitet, die kulturelle Toleranz im Betrieb verbessert oder in Bildung investiert?
Anbei die Aktionsfelder, die von der Jury bewertet werden.
Das Verfahren startet mit einer Management-Befragung, führt über eine Stakeholder-Befragung (bei KMU 2-3 Personen, die vom Unternehmen benannt werden) zur Jury-Entscheidung. Ausführliche Informationen zum Verfahren Leitfaden CSR-Preis Bundesregierung 2014.
Gerne unterstützt WiseWay Sie gerne beim Bewerbungsprozess bis zum 22. Februar 2014. Oder bei einem Nachhaltigkeitsprojekt für eine Bewerbung 2015!
Innovationen entstehen nicht durch Pionier-Technologien, komplett neue Ideen und hohe Innovationen in Forschung & Entwicklung. Viele führende Unternehmen, wie IKEA, Amazon, Ebay haben ihren Erfolg durch Geschäftsmodell-Innovationen erzielt.
Sich heute abzeichnende gesellschaftliche Trends werden zu Anforderungen von Kunden und Verbrauchern in der Zukunft. So zeichnet sich z. B. ab
dass das Vertrauen der Verbraucher (an die Marke geknüpft) zum Schlüsselfaktor beim Kauf wird,
sich ethischer Konsum ausdifferenziert („bio“ allein genügt zukünftig nicht mehr),
eine global wachsenden Ressourceninanspruchnahme Branchen verändern wird,
Teilen und Tauschen in einer Smartphone-Gesellschaft völlig neue Möglichkeiten gewinnt,
der 3D-Druck die Do-it-yourself-Bewegung beflügelt etc.
Dadurch ergeben sich unternehmerische Chancen zu Geschäftsmodell-Innovation für Nachhaltigkeit. Innovation stärkt die Konkurrenzfähigkeit. Fehlende Innovation kann für ein Unternehmen „tödlich“ sein.
Und wie sieht die Innovation in Ihrem Unternehmen aus? Lernen Sie von anderen? Stellen Sie die Logik Ihrer Branche auf den Kopf?
Starten Sie mit der Innovation Ihres Geschäftsmodells! WiseWay unterstützt Sie gerne bei Innvationsprojekten, die zu verbessertem nachhaltigen Wirtschaften führt.
Im aktuellen November-Heft widmet sich Stiftung Warentest der Frage, wie man in Deutschland CSR-Manager werden kann. 32 Anbieter wurden in Deutschland identifiziert, u.a. auch die Staatskanzlei des Saarlands für die auch WiseWay tätig ist.
Insgesamt zeigt sich ein Angebot von einem bis 5 Tagen. Teilweise sind die Angebote gefördert und damit kostenfrei. Im Schnitt kostet der Kurstag pro Teilnehmer 700 €.
Als Gütekriterien für die Kursteilnehmer beschreibt Stiftung Warentest folgendes:
Grundlagen und relevanten Fachbegriffe zu Corporate Social Responsibility verstehen
Instrumente des CSR kennen lernen
Richtlinien für CSR kennen, wie z. B. Global Reporting Initiative oder DIN ISO 26000
den (idealen) Umsetzungsprozess von CSR im Unternehmen verstehen
Stiftung Warentest bietet damit erstmals eine Orientierungshilfe in diesem neuen Weiterbildungsangebot. Ein richtiger „Test“, wie man ihn sonst kennt, wurde nicht erstellt.
Deutsche DAX-Unternehmen führen das „Good Company Ranking“ an – eine gute Nachricht.
Zum Hintergrund: Kirchoff Consult AG verglich erneut 70 große europäische Konzerne in Bezug auf Corporate Social Responsibility. Bewertet wurden vier Verantwortungsbereiche von Unternehmen auf Basis der Analyse von Nachhaltigkeitsberichten: Gesellschaft, Umwelt, Mitarbeiter und Performance.
Bemerkenswert ist die geringe Leistung der „besten“ Unternehmen im Verantwortungsbereich „Mitarbeiter“. Das zeigt sich bei den absolut erreichten Bewertungen: K+S AG nimmt mit 13,6 von 20 möglichen Punkten den Rang 1 im Verantwortungsbereich „Mitarbeiter“ ein (Interessant – im Gesamtranking liegt das Unternehmen nur auf Platz 44.) Mit fast 4 Punkten mehr wird Sanofi dann erst führend bei „Gesellschaft“.
Die bewerteten Kriterien im Verantwortungsbereich „Mitarbeiter“:
Personalkosten: Personalaufwand gesamt und External Workforce Costs
Mengengerüst: Mitarbeiterzahl als Köpfe, die Mitarbeiterzahl als Full-Time-Equivalent sowie die Teilzeitquote
Personalstruktur: Geschlechterverteilung und Altersstruktur
Aus- und Weiterbildung: Teilnehmerzahl an Weiterbildungsveranstaltungen, die Teilnehmertage oder -stunden an Weiterbildung sowie die Ausbildungsquote
Motivation: Commitment-Index und die ungesteuerte Fluktuationsquote
Arbeitsumfeld: Gesundheitsquote
Die Autoren bescheinigen den Unternehmen beim Umgang mit unternehmerischer Verantwortung für Mitarbeiter „Unbeholfenheit“. Die Nachhaltigkeitsberichte würden zwar jeweils Informationen zum Thema Mitarbeiter enthalten. Diese wirkten jedoch nicht selten „unzusammenhängend“. „Insgesamt wird im Personalbereich zu viel konstatiert, zu wenig strategisch gewichtet und interpretiert“, ist in der Studie zu lesen.
Die Ergebnisse im Good Company Ranking weisen darauf hin, dass die „guten Unternehmen“ bisher eher mittelmäßige Arbeitgeber sind.
Die Gründe könnten in einer mangelnden Bereitschaft der Unternehmen zur Transparenz liegen. Hier sollten die Unternehmen ihre Kommunikationsstrategie auch in Bezug auf den sensiblen Personalbereich überprüfen. Weiterhin vermuten Kirchhoff und Autoren, dass es sich nicht nur um ein Kommunikations-, sondern auch um ein Aktionsproblem handeln könnte: Die Unternehmen also schlicht in den überprüften personalwirtschaftlichen Handlungsfeldern gar nicht aktiv sind.
Als „Good Employer“, also attraktiver Arbeitgeber, gelte es sowohl Fairness als auch Leistungsorientierung glaubwürdig zu balancieren. Dies kann nur mit einem strategisch ausgerichteten Personalmanagement erfolgen. Hier wird Nachholbedarf in der Studie ausgewiesen.
Als „Good Company“, also nachhaltig orientiertes Unternehmen, kommt ein Normen- und Wertesystem hinzu, das sich mit unternehmerischer Nachhaltigkeit in allen Dimensionen auseinandersetzt. „Und spätestens hier ist auch die Personalabteilung gefragt, genau ein solches nachhaltiges Normen- und Wertesystem mit zu entwickeln und in den Köpfen aller (nachhaltig)zu verankern.“ Es scheint noch ein weiter Weg bis dort hin zu sein.
Der Wirtschaftsminister von NRW lud ein und acht (!) Vorstände* standen am 7. Oktober 2013 – sofern das in dieser Konstellation in einer knappen Stunde überhaupt möglich ist – Rede und Antwort zu Corporate Social Responsibility.
Vertreten waren u.a. BP, RWE, Germanwings/Lufthansa, Henkel oder Bayer. Sie gehören zu grössten Unternehmen weltweit und Branchen, die aus Nachhaltigkeitsperspektive grosse Herausforderungen zu meistern haben.
Doch diese klangen kaum an.
Vielmehr nutzten die Unternehmensvertreter das Podium, um deutlich zu machen, das CSR längst Teil ihres Kerngeschäfts sei. Es wurde vermittelt: Geld verdienen auf die RiCHTIGE Art und Weise ist „Standard“.
Aber: Kann eine solche Diskussion glaubwürdig geführt werden ohne die Frage nach den wesentlichen gesellschaftlichen Ansprüchen weltweit zu stellen? Ohne zu fragen, wie faire und regenerative Produkte von Energieversorgern, Fluggesellschaften oder Agrochemie-Firmen aussehen? Welchen Anteil diese am Gewinn ausmachen?
Ich denke nicht. Die Mission des Ministeriums scheint jedoch aufgegangen zu sein: deutlich zu machen, dass NRW-Unternehmen Nachhaltigkeit ernst nehmen.
Einhellig war auch die Meinung zu gesetzlich verbindlichen Reportingstandards für Unternehmensnachhaltigkeit: kein Problem, denn es würde ja bereits heute freiwillig berichtet. Nur einheitlich sollten sie sein. Neue Töne aus der deutschen Wirtschaft.