Glaubst Du etwa noch, dass CDR nur für Digitalunternehmen ist?
UPDATE CORPORATE DIGITAL RESPONSIBILITY | WiseWay-Newsletter 01/2023 vom 02.04.2023
Glaubst Du etwa noch, dass CDR nur für Digitalunternehmen ist?

Liebe CDR-Community, liebe Geschäftspartner:innen, liebe Freundinnen und Freunde,

ich denke, wohl kaum. Ich wage die These „Digitale Unternehmensverantwortung fördert die Datenökonomie in Konzernen sowie im gesamten Mittelstand“. Diese Aussage trifft auf eine Vielzahl von Branchen und Industrien zu, insbesondere solche, die sich intensiv mit digitalen Technologien und Daten beschäftigen. Beispiele für solche Branchen und Industrien sind:

  1. Werbung und Marketing: Unternehmen, die Daten von Nutzer:innen und Kund:innen sammeln, um personalisierte Werbung und Marketingkampagnen zu erstellen.
  2. Finanzdienstleistungen: Unternehmen, die Finanztransaktionen abwickeln, wie Banken und Versicherungen, die Daten von Kund:innen sammeln, um Kreditrisiken zu bewerten oder Versicherungstarife zu kalkulieren.
  3. Gesundheitswesen: Unternehmen, die Gesundheitsdaten sammeln, wie Krankenhäuser oder Versicherungen, um bessere medizinische Entscheidungen zu treffen.
  4. E-Commerce: Unternehmen, die online verkaufen, die Daten von Kund:innen sammeln, um personalisierte Produktempfehlungen zu machen.
  5. Automobilindustrie: Unternehmen, die mit vernetzten Fahrzeugen arbeiten, die Daten von Fahrern und Autos sammeln, um das Fahrverhalten zu analysieren und Wartungsbedarf vorherzusagen.
  6. Produktions- und Fertigungsindustrie: Unternehmen, die automatisierte Produktionsprozesse einsetzen, um Daten von Maschinen und Mitarbeitenden zu sammeln und zu analysieren, um den Produktionsprozess zu optimieren.

Insgesamt trifft die Aussage auf alle Branchen und Industrien zu, die Daten von Kund:innen, Nutzer:innen oder Mitarbeitenden sammeln und (mit automatisierten Entscheidungssystemen aka „Künstliche Intelligenz“) verarbeiten.

Wie ein Vertrauen förderndes Datenmanagement praktisch umzusetzen ist, dazu mehr in meinem Artikel „Wie Corporate Digital Responsibility die Datenökonomie im Mittelstand fördert“, der im 38. CSR Magazin erschienen ist.

Wenn das für Dein Unternehmen oder Dein Organisation ein Thema ist, dann benötigt ihr entsprechende Kompetenzen und Knowhow. Die Weiterbildung von Fach- und Führungskräften in diesem Thema stellt eine Win-Win-Situation für das Unternehmen und die Beschäftigten dar. Es gibt inzwischen eine Reihe von Weiterbildungen und Studiengängen, die digitale Verantwortung oder Digitalisierung und Nachhaltigkeit aufgenommen haben. Diejenigen, die ich kenne (und zum Teil mitwirke), habe ich im Artikel „Die Vorteile von Corporate Digital Responsibility Weiterbildungen für Unternehmen: Fünf Gründe für die Schulung von Mitarbeitenden“ dargestellt.

Der aktuell ChatGPT-Hype geht an keinem vorbei. Bereits vor einigen Wochen habe ich ein kleines Experiment zum Thema Sexismus gestartet und darüber zunächst im Futurewoman-Netzwerk berichtet. Was können wir tun, gegen die Fortschreibung und unendliche digitale Multiplikation von Stereotypen und Diskriminierungen in die Zukunft? Ganz sicher nicht, den Kopf in den Sand stecken. Jetzt sind wir Frauen sind in unseren unterschiedlichen Rollen gefordert!

Was Du beispielsweise tun kannst:

  • Mache Dir selbst ein Bild. Teste beispielsweise öffentlich zugängliche KI-Systeme auf das Vorkommen von Frauen bei nicht geschlechtsspezifischen Fragen. Teste auch die Spiele und Programme, die die Kids nutzen.
  • Engagiere Dich im Job dafür, dass Algorithmen-basierte Systeme auf „Herz und Nieren“ auf Vorurteile, Stereotype oder Verzerrungen geprüft werden. Nicht nur in der Programmierung, sondern auch im Personalbereich, im Marketing etc.
  • Setze Dich als Entscheidungsträgerin für Diversität bei Digitalisierung und Entwicklung ein und sorge mit einer CDR-Strategie für ethische Entscheidungen im digitalen Business.

Seht Euch dazu passend gerne auch die Diskussion der 1E9-Konferenz zum Thema Künstliche Intelligenz funktioniert nicht ohne Verantwortung“ aus dem Jahr 2020 an. Vielleicht hätten die Verantwortlichen der großen Digitalkonzerne uns zuhören und unsere Ideen umsetzen sollen? Dann müssten sie jetzt keine offenen Briefe schreiben.

Herzliche Grüße

Saskia (Dörr)

#StandwithUkraine

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