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Klimagerechtigkeit, die Weisheit der Indianer und ein beeindruckender Fünfzehnjähriger

Die Veranstaltung beginnt ungewöhnlich – mit der Video-Botschaft eines fröhlich wirkenden Fünfzehnjährigen. Es ist Felix Finkbeiner, der die Teilnehmer des nawi-Kongress und alle „Erwachsenen“ deutlich an ihre Verantwortung erinnert: für die Zukunft der heutigen Kinder.

Er tut bereits seit Jahren etwas: Er will mit vielen weiteren Kindern weltweit durch die Aktion „Plant for the planet – Trees for Climate Justice“ 1.000 Milliarden Bäume pflanzen. Dies wird nicht nur als Umwelt-Beitrag zur Speicherung fossiler Brennstoffe  verstanden, denn so könnten 1/4 des weltweit von Menschen ausgestoßenen CO2 gebunden werden. Auch als Beitrag gegen Armut und für mehr Gerechtigkeit – denn Klimawandel betrifft vor allem die Länder des Südens, die nicht die finanziellen Mittel für Dämme, veränderte Gesundheitsversorgung, neugezüchtete angepasste Lebensmittel-Pflanzen besitzen.

Felix, der UN-Kinderbotschafter, wird in Richtung Wirtschaft deutlich: „Es darf keinen Gewinn geben, der nicht nachhaltig erwirtschaftet ist.“ Als Beispiel führt er einen Indianerstamm gibt: Dieser trifft  Entscheidung vor dem Hintergrund der Frage, ob die 7. Generation nach der eigenen diese noch mittragen würde.

Beeindruckend spricht Felix Finkbeiner, über seine Ziele und auch dass heute bereits 12 Milliarden Bäume mit „Plant for the planet“ gepflanzt wurden. Er stellt zudem fest, dass die in der UN-Klima-Konferenz vor 20 Jahren formulierten Ziele noch immer gültig sind.

Link zur Videobotschaft von Felix Finkbeiner

Wer könnte sich diesem Aufruf nicht entziehen?

Sicherlich haben alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, Firmeninhaberinnen und -Inhaber, Managerinnen und Manager in der gut gefüllten IHK in Frankfurt am 4. September um 10 Uhr überlegt, was ihr Beitrag in ihren Unternehmen dazu sein könnte, dass die Vision von Felix Finkbeiner – und damit die einer klimagerechten Gesellschaft – umgesetzt werden könnte.

Gut so.

Denn diese Kinder, die uns heute an unsere Verantwortung erinnern, sind die Azubis, Studierenden, die Fach- und Führungskräfte von morgen. Sie werden hohe Erwartungen an das Nachhaltigkeitsmanagement ihrer Arbeitgeber haben. Und als Unternehmerinnen und Unternehmer mit innovativen nachhaltigen Geschäftsmodellen arbeiten und neue Märkte aufbauen. Auch das ist ein Teil der Botschaft.

Zum Ende gab es für die heutigen Firmenlenker im Auditorium noch eine Tafel Gute Schokolade von Felix. Denn Veränderung braucht Energie und soll ja auch Spaß machen.

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